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Beschreibung der Tätigkeitsschwerpunkte

WKA KlosterbruchWir haben im Jahr 1991 mit unserer Arbeit vorrangig in den neuen Bundesländern begonnen. Aufgrund der vorhandenen Situation vor allem in den neuen Ländern, die vor allem durch die Existenz von vielen stillgelegten Staustufen und Resten ehemaliger Wasserkraftwerke gekennzeichnet war, ist in den meisten Fällen eine komplette Überplanung mit vorheriger Untersuchung des Ist-Zustandes erforderlich. Am Ende entstehen Anlagen, die den heutigen

Anforderungen entsprechen.

Bei in ihren Auswirkungen so komplexen Systemen wie Wasserkraftwerken ist im Vorfeld immer eine genaue Grundlagenermittlung mit Beleuchtung der möglichen mittel- und langfristigen positiven und negativen Folgen notwendig. Die eventuell Betroffenen werden an solchen Voruntersuchungen beteiligt.
    In vielen Fällen weiß der Besitzer eines Wasserkraftwerks nicht, wie (technische Lösung und Kosten/Nutzen) er sein Vorhaben durchführen kann. Im ersten Schritt untersuchen wir deshalb in der Regel die wesentlichen rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen und finanztechnischen Hintergründe und Möglichkeiten. Damit kann der Betreiber oder Besitzer einer solchen Anlage die Frage der wirtschaftlichen Durchführbarkeit bestimmter technischer Varianten beantworten. Diese Studie dient im weiteren Stadium auch zur Vorlage bei Banken oder Behörden. Diese Beratung wird vom Bundeswirtschaftsministerium in der Regel mit 60 % gefördert.
    Am Ende steht eine optimierte Nutzungsvariante einschließlich technischer Beschreibung sowie den wichtigen betriebswirtschaftlichen Daten, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Kosten-Nutzen-Analyse und Bilanzen. Das Ergebnis kann auch die Ermittlung des Verkehrswertes eines stillgelegten oder in Betrieb befindlichen Kraftwerkes sein.
    Wenn die Realisierung beschlossen ist, sollten vorab einige grundsätzliche Dinge verbindlich geklärt werden (z.B. Wasserrecht, Baurecht, Finanzierung inklusive Zuwendungen und zinsgünstige Darlehen, Netzeinspeisung/Eigenverwendung des erzeugten Stroms). Auch hierbei helfen wir gern.
    Danach fällt der künftige Betreiber erst die endgültige Entscheidung zum Bau. In der Regel ist die Sicherung des bestehenden oder Neubeantragung des Wasserrechtes (=Wasserrechtliches Verfahren) am Anfang das schwierigste Problem.
   Nach dessen Klärung erledigen wir dann auf Wunsch alle notwendigen Arbeiten (Hilfestellung bei der Finanzierungsbeantragung, Grundlagenermittlung - eventuell schon in der Studie), Vorplanung (Projekt- und Planungsvorbereitung), Verhandlungen und Diskussion mit Behörden, EVU, Anliegern und anderen Beteiligten, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, eventuelle Planfeststellungen sowie UVP, Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe an ausführende Betriebe (Bauunternehmen, Installationsbetrieb, Montagebetriebe, Hersteller der Maschinen-, Steuer- und Regeltechnik, etc.), Bauüberwachung, örtliche Bauleitung.
    Bei der Projektrealisierung arbeiten wir alternativ als reines Planungsbüro (Leistungsphasen nach HOAI) oder als Generalübernehmer. Eine Beauftragung als Generalübernehmer hat für den Auftraggeber den Vorteil, dass er einen Gesamthaftenden für das komplexe Kraftwerk hat, weiterhin steht das gesamte Investitionsvolumen relativ früh für ihn verbindlich fest.
    Auch bei normaler Honorartätigkeit bieten wir alle Leistungen zu verbindlichen Festpreisen an. Wir decken neben den "normalen" Planungsarbeiten auch die komplette Bauüberwachung und Organisation ab. Dies ist aufgrund der bei der Errichtung eines Wasserkraftwerkes oft vielen beteiligten Unternehmer besonders wichtig.
    Wir haben in den vergangenen Jahren nicht nur beim Neubau von Wasserkraftwerken, sondern insbesondere auch bei der Sanierung vorhandener Anlagen und Wasserbauten, beim Neueinbau der verschiedenen Turbinentypen sowie deren Sanierung und auch dem Bau von Wasserrädern und Sonderlösungen (z.B. Wasserkraftschnecke) Erfahrungen sammeln können.

Das Spektrum unserer bisherigen Projekte reicht hinsichtlich der
- installierten Leistung von 1 kW bis zu etwa 2.600 kW, dabei wurden
- Fallhöhen von 1,40 m bis 65 m
- bei Ausbauabflüssen von 80 l/s bis zu 85 m³/s realisiert

   Die Projekte beinhalteten teilweise neue Anlagentechnik (vertikale Kaplanturbinen, Rohrturbinen, Francisturbinen, Peltonturbinen, Durchströmturbinen, Wasserräder und Wasserkraftschnecken bzw. insgesamt neue Projekte, teilweise handelt es sich insbesondere bei den innerdeutschen Projekten auch um viele Reaktivierungen vorhandener alter Wasserkraftanlagen.

 

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